Vorne (von links): Mona Heyn, Sarah Konrad, Anna-Maria Pröpster, Vanessa Ursinus, Katrin Kleinekampmann, Melanie Bludau, Leah Baier, Jana Wanzek, Lotta Schmid
1. Damen - Team 2025/26
- Aktuelle Spielklasse: Oberliga Frauen Nord
- Spielklasse Vorjahr: Oberliga
- Platzierung Vorjahr: 4. Platz
- Trainingszeiten: Dienstag, 20:00, Biberthalle, Donnerstag, 20:00 Uhr Jahnhalle
- nuliga-Spielplan: Oberliga Frauen Nord
Spannung bis zur letzten Sekunde!
Nach dem starken Heimsieg der letzten Woche wollten die HGZ Damen zum Jahresabschluss die zwei Punkte aus Herzogenaurach unbedingt mitnehmen. Da das Konzept der neuen Abwehrformation auf 3-2-1 gegen Fichtelgebirge so gut angeschlagen hatte, stellte man sich auch so auf die Schützlinge von Hermannstädter ein. Die Bibertstädterinnen reisten mit noch einer Spielerin weniger nach Herzogenaurach als in der letzen Woche an. Neben der Langzeitverletzten Kleinert und Zehmeister musste Trainer Gömmel diese Woche noch auf Rückraum-Joker Corinna Weber verzichten, sie fehlte bei dem Spiel leider studiumsbedingt. Dafür war aber Annette Scholz wieder einsatzbereit.
Das dieses Auswärtsspiel kein einfaches werden würde, war zu Beginn allen Zirndorferinnen klar. Beim Spiel Tabellensechster (HGZ) gegen den Tabellensiebten (TSH) durfte man mit einer spannenden und knappen Partie rechnen und so sollte es dann auch kommen...
Beim Anpfiff waren alle sofort wach und das Spiel startete torreich. Bereits nach vier Minuten stand es 6:6 und dieses Kopf-an-Kopf-Rennen sollte auch bis zur Pause nicht enden. Beide Mannschaften spielten schöne und sehenswerte Angriffe, was es jedoch auf der Seite der HGZler zu bemängeln gab, war die nicht kompakt genug stehende Abwehr um Fenn im Zentrum. Häufig kam es zu Absprachefehlern und Torfrau Urban konnte nur noch den Ball aus dem Netz hinter sich zu holen. Doch die Mädels um Matlok und Co. gaben nicht auf und konnten durch schöne Laufwege ohne Ball immer wieder ein Tor draufsetzen. Früh nahm man auch die gefährliche Dodan der Herzogenauracherinnen aus dem Spiel, doch das hinderte die restlichen Gastgeberinnen nicht daran selbst die Tore zu werfen. So ging man mit einem hauchdünnen Vorsprung in die Halbzeit (12:13).
Anders als in den Spielen davor starteten die Spielerinnen der HGZ besser in die zweite Runde und waren wieder sofort im Spiel. In der ersten viertel Stunde des zweiten Durchgangs ging es so weiter wie es in der ersten Halbzeit geendet hatte: Zirndorf legte vor, Herzo kam eins ran (16:17). Das Konzentrationstief, das die HGZlerinnen normalerweise nach der Pause haben, setzte erst in der 47. Minute ein. Doch die Schuhstädterinnen konnten daraus auch kein Kapital schlagen. Vier Minuten fiel auf beiden Seiten kein Tor, da beide Teams etwas zu hektisch agierten. Doch dann schepperte es wieder abwechselnd auf beiden Seiten: die quirligen TSH Spielerinnen wuselten sich blitzschnell durch den Zirndorfer Abwehrverband und die HGZ antwortete mit Schüssen aus der zweiten Reihe.
Der Knackpunkt des Spiels erfolgte fünf Minuten vor Schluss. Erst musste Blankenship für zwei Minuten vom Feld (56.) und kurz darauf folgte ihr Leschke zum Päuschen auf die Bank (57.). In doppelter Unterzahl war es den Damen der HGZ kaum möglich den zarten Vorsprung von zwei Toren zu verteidigen und so sah es in der 59. Minute fast nach einer Niederlage für das Team von Gömmel aus. Doch die HGZlerinnen gaben das Spiel noch nicht verloren und so netzte die zurückgekehrte Leschke von 13 Metern zum 24:23 ein. Es war noch eine Minute zu spielen und die TSH war im Angriff als eine fabelhafte Ruzicka im Tor erneut parierte und der Ball schnell nach vorne getragen wurde. Dort fasste sich Pfrengle ein Herz und zündete den Ball ins Netz. 24:24! Die TS Herzogenaurach hatte noch 12 Sekunden auf der Uhr und spielten zackig nach vorne. Dort drohte dann in den letzten Sekunden der Torwurf, doch Leschke konnte die Spielerin der TSH in letzter Sekunde stoppen und verließ aber leider gleichzeitig mit der dritten 2-Minuten-Strafe das Spielfeld. Die Uhr war runtergelaufen und die Schiedsrichter entschieden auf 7m für die Gastgeberinnen. Bei dieser Gelegenheit wechselten noch einmal die Torhüter aus Gömmels Team. Urban kehrte für den spielentscheidenden 7m gegen ihren ehemaligen Verein zurück zwischen die Pfosten. Sie zeigte Nerven aus Stahl und Egle, die zuvor alle Strafwürfe für Herzogenaurach verwandeln konnte, warf an den Pfosten.
Zum Jahresabschluss konnten die HGZ Damen also einen Punkt aus Herzogenaurach entführen und zeigten eine starke Mannschaftsleistung. Mit Tabellenplatz sechs verabschieden sich die Damen um Trainer Gömmel in die Weihnachtsferien und hoffen im Jahr 2015 ihre Fans mit weiteren tollen Spielen begeistern zu können und noch ein, zwei (oder 3,4) Plätze in der Tabelle aufholen zu können.
Für die HGZ spielten: Ruzicka, Urban (beide Tor); Pfrengle (5), Leschke (2), Fenn (5/1), Scholz (2), Blankenship (4/3), M. Weber, Matlok (1), Blasch (1), Häberer (2), Pöckelmann (2)