Montag, 11 Februar 2019 14:21

Ein Spiel mit vielen Facetten

HG Zirndorf II – Tuspo Heroldsberg 24:24 (11:10)

Es gibt Spiele, über die könnte man seitenlang schreiben, Spiele, bei denen man vom vielen Kopfschütteln über Entscheidungen der Schiedsrichter fast Genickschmerzen bekommt. Aber hier sind sich die Mannschaften aus Heroldsberg und Zirndorf einig. Dieses Spiel war eines dieser Art.
Aber gut, von vorne. Zirndorf ging in den ersten fünf Minuten 2:0 in Führung, Heroldsberg konterte und führte nach 11 Minuten 3:5. Nach weiteren fünf Minuten glich Zirndorf zum 6:6 aus. Nun wechselte im Rest der ersten Halbzeit dauernd die Führung, aber keine Mannschaft konnte sich mehr als um ein Tor absetzen, so dass mit 11:10 in die Pause ging. Nach der Pause ging es in diesem Stil weiter bis zur 40.Minute. Ab diesem Zeitpunkt legte Heroldsberg immer ein Tor vor und Zirndorf glich aus. In der 50.Minute konnte Heroldsberg erstmals in dieser Halbzeit einen 2-Tore-Vorsprung herauswerfen. Diesen Vorsprung hielten die Gäste bis zur 58.Minute beim Stand von 22:24, so dass sich bei den Zirndorfer Fans erste Sorgenfalten ausbreiteten.

Nun kommen wir zu einem der positiven Aspekte, gottseidank auf Zirndorfer Seite. Die Mannschaft kämpfte von der ersten bis zur letzten Sekunde, legte in den letzten beiden Minuten noch eine Schippe drauf und Caro, die angeschlagen ins Spiel gegangen war, erzielte die beiden Tore zum hochverdienten 24:24 – Endstand.

Das Geschehen beim letzten Tor von Caro wirft ein bezeichnendes Licht auf die Leistung der Schiedsrichter. Caro lief einen Gegenstoß und wurde beim Wurf, der gottseidank erfolgreich war, von einer Gegenspielerin gecheckt. In der letzten Minute einer Begegnung ist das mindestens Rot; es gab gerade mal 2 Minuten. Auf der anderen Seite wurde bei der geringsten Berührung einer Außenspielerin von Heroldsberg Minimum Siebenmeter gegen Zirndorf gegeben. Über solche Schiedsrichterentscheidungen beschwerten sich gewisse Spielerinnen aus Heroldsberg nicht, die ansonsten bei Fouls gegen sich immer die Höchststrafe forderten, während Entscheidungen gegen sie natürlich krasse Fehlentscheidungen waren.

Nennen wir es ausgleichende Gerechtigkeit dass Alex einige dieser Siebenmeter halten konnte. Auf Zirndorfer Seite konnten dagegen vier von fünf Siebenmetern verwandelt werden. Aus einer sehr kampfstarken Mannschaft ist Anka herauszuheben, die sich sowohl am gegnerischen wie am eigenen Kreis schier zerriss. Abgesehen von den negativen Begleiterscheinungen war Trainer Matthieu Rödl sehr damit zufrieden, dass die Mannschaft die meisten seiner Anweisungen umsetzte, und sehr stolz darauf, dass sie nie aufgab. Es ist am Ende trotzdem sehr Schade, dass ein Topspiel, nicht durch die Mannschaften entschieden wird, sondern durch unparteiisches Gespann. Man wird sehen, ob Sie die Kritik aus Heroldsberg und Zirndorf ernst nehmen, da sie in einigen Wochen, das nächste Topspiel Ansbach gegen Zirndorf II pfeifen. Man darf gespannt sein!!!!

Nun der Blick nach vorne zum nächsten Derby auswärts am kommenden Sonntag um 16 Uhr gegen Altenberg, was wieder ein harter Brocken werden wird. Mit diesem Kampfgeist und Spielwillen und der Unterstützung hoffentlich vieler Fans sollte es gelingen, die beiden Punkte nach Zirndorf zu holen.

Für Zirndorf spielten: Alexandra Lorber, Nicole Bystrich (Tor); Kyra Pöppl; Evi Vogt 13/4; Stefanie Kulla; Bianca Martini; Ann-Kathrin Lehnert 1; Laura Götz; Carolin Merkel 6; Sandra Opitz; Kristina Schwaß 1; Anna Seidel 2; Renate Thürauf 1; Burcin Persch

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