Montag, 11 Februar 2019 07:23

Sieg gegen ungeschlagenen Tabellenführer

HG Zirndorf – ASV Dachau 24:23 (13:10)
Erst wenn der Siegtreffer im Tor ist darf die Sirene kommen.

Am Samstag stand für die Damen aus Zirndorf endlich das langersehnte Spitzenspiel auf dem Programm. Man durfte die bislang über die gesamte Saison ungeschlagenen Damen des ASV Dachau zum Spitzenspiel in der Biberthalle begrüßen. Die Vorstadt-Münchnerinnen dominierten die Tabelle nahezu vom ersten Spieltag an, ließen keine Punkte auf der Strecke und machten so ihren Meisterschafts- und Aufstiegsanspruch geltend. Die zweitplatzierten Damen der HG wollten sich davon aber nicht beeindrucken lassen und die Ersten sein, die der Spitzenmannschaft zwei Punkte abluchsen.

Der Samstag begann aber gleich mit einem kleinen Dämpfer, denn es stellte sich heraus, dass Spielmacherin Kerstin Herberth heute aus Krankheitsgründen nicht spielen würde, auch Anna-Maria Pröpster konnte nur von der Bank aus unterstützen. Weiter dezimiert im ohnehin schon schlecht besetzten Rückraum kam auf die verbliebenen Spielerinnen ein noch schwereres Spiel mit zusätzlich langen Einsatzzeiten zu.

Zu Beginn des Spiels schienen die Gastgeberinnen vor allem im Angriff noch etwas ungeordnet, der erste Torerfolg war erst in der 6. Minute zu verzeichnen. In der Abwehr dagegen stand die HGZ-Damen stabil und verteidigten von Beginn an mit gewohnter Härte, was dazu führte, dass die Gäste nur über den 7-Meter zum Torerfolg kamen. Die Münchnerinnen waren hervorragend auf das Zirndorfer Angriffsspiel eingestellt, Auslösehandlungen hatten oft nicht den gewünschten Effekt. Auch Kreisläuferin Lisa Kleinert wurde praktisch manngedeckt, was das sonst so effektive Spiel über den Kreis unmöglich machte. Kopf an Kopf schenkten sich beide Mannschaften nichts, kurz vor der Pause aber konnten die Damen der HGZ vorlegen und so wurden bei einem Zwischenstand von 13:10 die Seiten gewechselt.

Auch die zweite Hälfte begann mit intensivem Kampf, die Dachauerinnen verkürzten auf ein Unentschieden (16:16) und gingen zum ersten Mal seit Spielbeginn sogar mit einem Tor in Führung (18:19). Doch auf dem Feld verlor niemand die Nerven, es wurde konzentriert und fokussiert weitergespielt und die Führung wieder erarbeitet. Spannend blieb es bis in die letzte Sekunde, der erlösende Siegtreffer durch Sarah Pröpster fiel erst mit der Schlusssirene, eine gehörige Portion Glück war bei dem abgefälschten Rückraumwurf auch noch dabei.

Trotzdem war der Sieg keineswegs unverdient, die Zirndorferinnen präsentierten sich über das gesamte Spiel sehr gut in der Abwehr und hatten immer Unterstützung von zwei sich gut ergänzenden Torhüterinnen. Auch im Angriff gab es zahlreiche gewonnene Zweikämpfe, besonders lobenswert zu erwähnen ist vor allem die Quote der Außenspielerinnen, über die Hälfte der Zirndorfer Tore ging auf ihr Konto. Selbst die Strafwürfe waren in diesem Spiel eine sichere Sache, A-Jugend Spielerin Mona Heyn stellte alle bisherigen Zirndorfer Quoten in den Schatten und traf alle sechs gegebenen 7-Meter.

Nach diesem Erfolg dürfen die HGZ-Damen am nächsten Samstag die Füße hochlegen und das spielfreie Wochenende genießen. Im nächsten Heimspiel in zwei Wochen sind die Damen II des TSV Haunstetten zu Gast. Hier ist noch eine Rechnung aus dem Hinspiel zu begleichen, im Hinspiel verloren die Zirndorferinnen beim momentan Tabellenvorletzten mit 27:24.

Spielberichtsbogen

Gelesen 570 mal Letzte Änderung am Montag, 11 Februar 2019 14:36