Spielberichte 1. Herren
Männer entscheiden alles vom #Punkt
Nach zuletzt vier Siegen in Folge ließ sich die kurze Auswärtsfahrt zum HSC Fürth zu ungewöhnlicher Zeit am Donnerstagabend entspannt angehen. Und die Schützlinge von Trainer Carsten Peine waren überzeugt, dass man der Erfolgsserie mit der nötigen Konzentration und Konsequenz das nächste Kapitel hinzufügen könne. Die Personalfrage war ebenfalls schnell und unkompliziert geklärt: Lediglich Keeper Jonas Pfrengle konnte wegen Krankheit nicht auf dem Parkett stehen, ansonsten hatte Coach Peine seine komplette Bibert-Truppe um sich geschart. Damit war allerdings auch einmal mehr Torhüter Wolf Hagen gefordert, dem sich somit keine Wechseloption bot.
Wie im Vorfeld angekündigt und ordentlich auf den Kontrahenten eingestellt, erwischte die HG den deutlich besseren Start. Die akut abstiegsgefährdeten Fürther leisteten sich hinten zu viele Unachtsamkeiten und warfen vorne zu leichtfertig die Bälle weg. Das nutzte der Tabellendritte aus der Bibertstadt in den ersten Minuten gnadenlos: Die erste Vier-Tore-Führung war alles andere als unverdient (1:5). In der Folge schwand zwar auch bei den Gästen -vor allem im Defensivverbund- die Konzentration, doch der alte Vorsprung konnte weiterhin gehalten werden (5:9). Mitte des ersten Abschnitts legte der HSC dann doch eine Schippe drauf und verkürzte lediglich auf zwei Treffer (8:10), die Zirndorfer zeigten sich davon allerdings herzlich unbeeindruckt. Der Schwächephase antwortete man mit einem 3:0-Lauf, einige blitzsaubere Tore aus der ersten Welle inklusive. Im Deckungsverband waren es allen voran die Youngster Michael Motzelt und Benedikt Maußner, die speziell HSC-Shooter Andreas Gramlich (nur drei Tore, ansonsten stets im zweistelligen Bereich unterwegs) mit ihrer offenen, aggressiven Deckung den Zahn erfolgreich herausoperierten. Bis zum Pausentee hielt die HG diesen Fünf-Tore-Abstand und konnte guten Gewissens der Halbzeit-Ansprache von Übungsleiter Peine lauschen (11:16).
Der monierte besonders zu hohe Passivität vom Mittelblock und den Halbspielern, die jeweils von den Halbpositionen zu viele einfache Gegentreffer schlucken mussten. Im zweiten Durchgang entwickelte sich dann ein munterer Schlagabtausch, der letztendlich vom #Punkt seine Entscheidung fand. Alleine sieben (!) der zehn Siebenmeter für den HSC parierte Keeper Wolf lautlos, die neun Strafwürfe für die HG wurden ohne Fehlversuch auf der anderen Seite allesamt humorlos vollstreckt. Aber kurz zum Spielfilm: Eigentlich schien die Peine-Sieben auf dem besten Weg, nach dem überzeugenden Heimerfolg über Tuspo Nürnberg (35:20) den nächsten Kantersieg einzufahren, doch der verwundete Gegner zuckte beim 16:25-Rückstand doch noch einmal auf – und wie. Der (aktuelle) Tabellenzehnte biss sich zurück in die Partie und verkürzte wenige Minuten vor dem Ende sogar wieder auf 25:28, ehe das Duell vom #Punkt den entscheidenden und auch endgültig den verdienten Weg einschlug. Die Fürther liefen sich vorne den bekannten Wolf, hinten war das Torhüterduo auch im Wechsel machtlos. So wanderten die zwei #Punkte am Ende verdient in die Bibertstadt, der 26:32-Erfolg half dem Team allerdings nicht ungemein bei der Verbesserung der positiven Tordifferenz (Stand heute: plus 61).
In der kommenden und damit letzten Wettkampfwoche beginnt noch einmal die Jagd nach den letzten zu vergebenden #Punkten. Mit dem ESV Flügelrad kommt ein gerne gesehener Gast für Coach Peine, der nach der 26:28-Hinspielpleite weder Zuckerbrot noch Peitsche für die nötige Motivation auszupacken braucht. Für die letzten zwei #Punkte – alle am Sonntag (16 Uhr) zum Saisonabschluss in die Biberthölle. Und #Punkt.
Für die HG spielten: Wolf (Tor), D. Schmidt 6, Hirschsteiner 3, Nickl 2, Pal 3, Hartmann 4, Motzelt 1, Maußner 1, Urban 2, M. Schmidt 10/9.