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Spielberichte 1. Herren

Der ungünstigste Zeitpunkt

ESV Flügelrad 28:26 (14:12)

 

 

Nachdem die erste Männermannschaft in den vergangenen Wochen eine Mini-Serie gestartet hatte, spitzte sich alles auf das Spitzenspiel gegen den Post SV Nürnberg kurz vor Weihnachten zu. Doch: Ein mittelgroßer Stolperstein stand eben noch zwischen dem gewohnt leidenschaftlichen Vergleich. Mit der Reise zum ESV Flügelrad erwartete die Schützlinge von Trainer Carsten Peine ein ungemütlicher Gegner, der bereits mit dem Erfolg in der Vorwoche gegen den MTV Stadeln auf sich aufmerksam gemacht hatte (28:26). Und in Sachen Personalpolitik flatterte am Freitag die nächste Hiobsbotschaft herein: Mit Cornelius Will muss der zweite Halblinke verletzungsbedingt (Mittelfußbruch, 10 Wochen Zwangspause) längerfristig aussetzen.

Mit dem Selbstverständnis der letzten Wochen legten die Gäste zwar los (0:2), bekamen von den selbstbewussten Gastgebern aber schnell die Retourkutsche (4:4). Sowohl vorne als auch hinten kamen immer wieder Mängel zum Vorschein, dennoch gingen die Bibertstädter erstmals in dieser Partie mit drei Toren in Führung (5:8). Doch anstatt daraus nötige Sicherheit zu schöpfen,  brach das Zirndorfer Spiel in seine Einzelteile auseinander. Die Hausherren übernahmen beim 10:9 das Kommando und diktierten anschließend das Geschehen. Und die HG zeigte nicht gerade, wie man einem Rückstand hinterherläuft: Große Mängel an taktischer Disziplin, neun (!) Gegentreffer über die Außenpositionen nach Abprallern und zu viele technische Fehler im faden Angriffsspiel. So kam es, dass der ESV zum Pausentee hochverdient mit zwei Toren führte (14:12). 

Auch der zweite Durchgang vermittelte nie das Gefühl, als könne der vermeintliche Favorit aus Zirndorf den Gastgebern noch einmal das Zepter aus der Hand reißen (16:14). Immer wieder verkürzte die Peine-Sieben auf nur noch einen Treffer, doch der Ausgleich wollte einfach nicht fallen. Der ESV agierte besonders im Spiel nach vorne deutlich abgezockter, der HG fehlte im Aufbauspiel der nötige Druck auf die gegnerische Abwehr. Und so ging die unnötige Pleite schlussendlich auch völlig in Ordnung (28:26).

Mit dieser Niederlage sind höhere Ziele endgültig ad acta gelegt. Nun gilt es ohne Druck aufzuspielen, und sich nach dem Eichhörnchen-Prinzip munter zu ernähren. Den besten Anfang dafür könnte schon das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Post SV Nürnberg am Freitag (19.30 Uhr) in der Biberthalle bilden.

Für die HG spielten: Hagen, Pfrengle (beide Tor), D. Schmidt 3, Hirschsteiner 8/7, Nickl, Tomko, Six 4, Hartmann 5, Motzelt 1, Maußner, Urban 5.

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