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Spielberichte 1. Herren

Formanstieg

Die ersten Männer brauchen Zeit - bis Six und Urban aufdrehen.

HG Zirndorf - TSV Lichtenau 35:28 (17:12)

 

 

Nach dem wenig befriedigenden Auftritt gegen den Tabellenletzten Schwabach in der Vorwoche (30:26) kam mit dem formstarken TSV Lichtenau ein anderes Kaliber an die Bibert. Die junge Truppe reiste mit der Empfehlung aus der knappen Pleite beim Post SV Nürnberg (32:35) und dem etwas überraschenden Remis gegen den MTV Stadeln (23:23) sowie einer gehörigen Portion Selbstvertrauen an. Und als Punktelieferant hatte sich das Team des neuen Übungsleiters Jürgen Heubeck (in der Vorrunde 2013/14 noch Zirndorfer Damen-Trainer) in den vergangenen Vergleichen mit der HG ebenfalls nicht präsentiert. Mut machte zumindest die bis dato unbefleckte Heimbilanz mit drei Siegen aus drei Spielen und ein Torverhältnis von 92:65 vor heimischer Kulisse. Lediglich die anhaltende, scheinbar langwierigere Oberschenkelverletzung von Rückraum-Ass Jan Kiewitt trübte die guten Vorzeichen etwas.

Der Wille der Hausherren war von Anfang an zu spüren, doch die Gäste stellten direkt unter Beweis, dass man es alles andere als mit einer Laufkundschaft zu tun bekam (2:2). Und auch in der Folge ging die HG zwar in Führung, jedoch machte sich die immer noch fehlende Konstanz in Abwehr und Angriff deutlicher als gewünscht bemerkbar. Nach der zwischenzeitlichen 8:6-Führung schaltete der Zirndorfer Express dann aber einen Gang höher, und die Lichtenauer drohten den Anschluss zu verlieren (14:9). Allerdings durfte die Konzentration nicht verloren gehen, war der Kampfgeist des leichten Außenseiters doch hinreichend bekannt und in den Köpfen präsent. Davon unbeeindruckt hielten die Schützlinge von Coach Carsten Peine den Kontrahenten aber bis zur Pause auf Abstand (17:12).

Die befriedigende Halbzeitführung machte Hoffnung auf die Bewahrung der blütenweißen Weste, doch die HG blieb aus der Vergangenheit gewarnt. Bereits zu Beginn des zweiten Durchgangs drückten die Zirndorfer aber weiter aufs Tempo, ließen den TSV gar nicht erst an der nächsten Überraschung gegen eines der vorderen Teams in der BOL Mittelfranken schnuppern (25:20). In den anschließenden zehn Minuten zeigte die Peine-Sieben dann auch endlich einmal, welch Potenzial in ihr steckt, wenn konzentriert das Abwehr- und Angriffsspiel aufgezogen würde. Allen voran die „jungen Wilden" auf der rechten Seite um die Linkshänder Manuel Urban (sieben Treffer) und Yanni Six (sechs Treffer) nutzten ihre sich bietenden Einsatz- und Wurfmöglichkeiten gnadenlos (33:23). Zum Schluss plätscherte die Partie dann freilich nur noch vor sich hin, mehr als erneute Ergebniskorrektur war für die Gäste aber nicht mehr drin. Der 35:28-Erfolg ging dann auch in dieser Höhe gegen an diesem Tag zu ungefährliche Lichtenauer völlig in Ordnung.

Mit 10:4-Punkten hat sich die HG nun endgültig in der Liga-Spitzengruppe festgesetzt, doch Steigerungsbedarf besteht weiterhin in allen Mannschaftsteilen. Beim nicht ungefährlichen Gastspiel gegen Tuspo Nürnberg kommenden Samstag (18 Uhr) gilt es, den Aufwärtstrend zu bestätigen.

Für die HG spielten: Wolf, Pfrengle (beide Tor), D. Schmidt 5, Hirschsteiner 5/4, Nickl 2, Will 2, Tomko 2, Six 6, Hartmann 5, Motzelt 1, Urban 7, Maußner.

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