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Spielberichte 1. Herren

Nicht mehr als ein Arbeitssieg

HG Zirndorf - SG Schwabach/Roth 30:26 (17:12)

Erste Männer brechen nach guter Anfangsphase ein.

 

 

Mit dem zurückgewonnenen Selbstvertrauen aus dem Stadeln-Spiel (27:22) sollte das Duell mit dem überraschenden Tabellenletzten aus Schwabach für die ersten Männer eine überwindbare Hürde werden. Gerade weil sich einige zuletzt angeschlagene Spieler zurückmeldeten und darüber hinaus mit dem 21-jährigen Michael Motzelt ein weiterer Jungspund – ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein – unter Trainer Carsten Peine sein Debüt gab. Doch trotz der bedrückenden Tabellensituation gehen die Goldschläger das Duell mit der HG erfahrungsgemäß mit großer Ernsthaftigkeit und Motivation an. Dazu kam der „Sagmeister-Faktor": Gäste-Coach Hannes Sagmeister, in der vergangenen Saison noch an der Seitenlinie der zweiten Damenmannschaft der Bibertstädter aktiv, kennt mehrere Spieler noch aus seiner Zeit als Zirndorfer A-Junioren-Trainer in der Bayernliga.

Vor einer überaus ansprechenden Zuschauerkulisse erwischten die Hausherren den deutlich besseren Start in die Partie (4:2). Selbst ohne den erkrankten Spielmacher Sören Hirschsteiner, der lediglich auf der Bank Platz nahm, mangelte es dem Angriffsspiel keineswegs an Struktur oder Ideen. Nach gut 15 Minuten hatten die Gastgeber bereits den erhofften, komfortablen Vorsprung herausgespielt, die Gäste standen einmal mehr mit dem Rücken zur Wand (10:4). Beim 15:8-Zwischenstand hatte sich die HG den höchsten Vorsprung im ersten Durchgang erkämpft, die SG drohte bereits jetzt den Anschluss zu verlieren. Doch bis zur Pause schlichen sich immer mehr Konzentrationsmängel in das Offensiv- und Defensivspiel der Bibertstädter ein, sodass das Schlusslicht bis zur Sirene zumindest noch auf fünf Treffer verkürzen konnte (17:12).

Und obwohl Übungsleiter Peine dringlichst davor gewarnt hatte, den Gegner zu Beginn des zweiten Abschnitts nicht noch mehr Morgenluft schnuppern zu lassen, stagnierte das Zirndorfer Spiel. Damit nicht genug: Beim 19:18 drohte das Spiel ernsthaft zu kippen, die Diszipliniertheit der ersten fünfzehn Minuten war wie weggeblasen. Mühsam und lediglich mit tatkräftiger Unterstützung des bärenstark aufgelegten Torhüter-Duos Wolf Hagen und Jonas Pfrengle erarbeiteten sich die Gastgeber wieder eine bessere Ausgangslage (23:19). Spätestens beim neuerlichen Fünf-Tore-Vorsprung war der Drops zwar endgültig gelutscht, zufrieden darf man mit den zweiten dreißig Minuten aber keineswegs sein.

Der 30:26-Endstand spiegelt dann doch recht gut wider, wie die Gastgeber im Laufe der Partie beinahe kontinuierlich abbauten. Ein Phänomen, dass sich besonders in der Vorbereitung genau so darstellte: Jetzt gilt es daran zu arbeiten, um nicht wieder in alte Muster hineinzufallen. Für die schweren anstehenden Aufgaben gilt es sich – ausgenommen auf der Torhüterposition – immens zu steigern, um ernsthaft weiter an der Spitzengruppe dranbleiben zu können. Den Nachweis einer ansteigenden Leistungskurve oder die Wiedervorlage einer versöhnlicheren Visitenkarte ist bereits nächsten Samstag (17 Uhr) mit dem anstehenden Heimspiel gegen den in dieser Spielzeit wiedererstarkten TV Lichtenau möglich. Die Mannschaft gelobt Besserung, Nachweis noch fällig.

Für die HG spielten: Hagen, Pfrengle (beide Tor), Kiewitt 7/3, D. Schmidt 5, Hirschsteiner 1/1, Nickl, Will 2, Tomko 6/1, Six 3, Hartmann 3, Motzelt 1, Maußner 1, Urban 1

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